U156
U-Boot-Name : nicht bekannt
Unterscheidungssignal : nicht bekannt
Eintragung in das Schiffsregister : nicht erfolgt
Schiffsregisternummer : nicht vergeben
U-Bootsnummer : U156
Bauwerft : Atlas Werke Bremen
Auftrag vom : 29.11. 1916
Baunummer : 298
Kiellegung ??.??.??
Stapellauf : 17.04.1917
Taufpatin : unbekannt
Ablieferung : 22.04.1817
Indienststellung als Handels-U-Boot : nicht erfolgt
Indienststellung als U-Kreuzer : 22.08.1917
Kommandant Handels-U-Boot : nicht bekannt
Kommandanten U-Kreuzer : 22.08.1917 - 15.06.1918 Kapitänleutnant Konrad Gansser
16.06.1918 - 25.09.1918 Kapitänleutnant Richard Feldt +
Anzahl der Unternehmungen
als Handels-U-Boot :
keine
Erfolge als U-Kreuzer : 45 Schiffe versenkt, davon einPanzerkreuzer, 2 beschädigt
Verluste : unter Gansser 1 Mann
Totalverlust unter Feldt
Verbleib : Am 25.09.1918 auf Mine gelaufen
Technische Daten von U156 -
Im Januar 1918 operierte U156 unter Kapitänleutnant Gansser östlich der Kanaren. Dort sollte es sich mit U157 treffen und dann gemeinsam weiter auf Feindfahrt zu gehen. Als Treffpunkt wurde Ferro ausgemacht, eine Insel, die südwestlich der Kanaren lag. Denn dort war in der Naos Bucht ein guter Ankerplatz.

Am 17. Januar 1918 ankerte U156 in eben dieser Bucht. Um verbesserten Ausguck halten zu können, ließ Gansser das Dingi klarmachen, und schickt drei bewaffnete Männer an Land. Kurz vor halb vier Uhr Nachmittags entdeckte der Ausguck in kurzer Distanz zum U-Boot ein Sehrohr, das aber wieder unter Wasser verschwand. Der Kommandant ließ sofort alle Geschütze besetzen und den Anker lichten. Kurz darauf wurde wieder das Sehrohr entdeckt. Jetzt war es aber viel weiter weg vom Boot. Die Geschützbedienung eröffnete das Feuer auf das feindliche Periskop, welches daraufhin wieder verschwand. U156 lief der offenen See zu, da es in der Bucht zu gefährlich geworden war. Das Landkommando sollte später geholt werden. Ferner wurde U157 durch ein Funkspruch vor dem U-Boot gewarnt. Gegen 15.30 Uhr wurde an Backbord voraus wieder das Sehrohr geschichtet. U156 versuchte das feindliche U-Boot zu rammen, was aber nicht gelang. Deutlich konnte man den Rumpf im glasklaren Wasser ausmachen.

In der Annahme, das fremde U-Boot vertrieben zu haben, lief U156 wieder zurück zu seinem alten Ankerplatz, den es gegen 17.00 Uhr erreichte.

Das Landkommando wurde zurück an Bord geholt. U156 lief dann entlang der Küste ab. Plötzlich wurde das Sehrohr in 500 m Entfernung ausgemacht. Diesmal war das andere Boot schneller. Es konnte zwei Torpedos abfeuern. Die Geschützbedienung beschoß abermals das Periskop. Währenddessen lief U156 mit Äußerster Kraft rückwärts. Die Torpedos liefen weit vor dem Bug vorbei und explodierten dann an der Küste. Ein dritter Torpedo aber, welche kurz nach den ersten beiden abgefeuert worden war, änderte plötzlich seine Richtung nach links. Ein Ausweichen war jetzt nicht mehr möglich. Vier Mann der Besatzung sprangen über Bord um ihr Leben zu retten. Der Torpedo traf U156 Steuerbord mittschiffs ohne zu explodieren. Er prallte von der Bordwand ab, stieg ca. 3m in die Höhe, fiel zurück ins Wasser und lief hinter U156 vorbei. Unerwartet lief er aber wiederum auf das Boot zu, und wieder konnte durch AK-Fahrt voraus dem Torpedo ausgewichen werden. Am Ende seiner Laufzeit fiel er einfach auf den Grund ohne explodiert zu sein. Von den vier Mann, die über Bord gesprungen waren, ertrank einer bei dem Versuch sich schwimmend an Land zu retten.

Um welches feindliche U-Boot es sich dabei gehandelt hat, ließ sich bis heute nicht feststellen.

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U156 befand sich auf der Rückreise von einer Amerikafahrt. Der Kommandant Feldt meldete, er wolle die Northern Barrage passieren. Danach würde er sich wieder melden. Dieser Funkspruch wurde jedoch nie abgesetzt. Wahrscheinlich lief U156 auf eine Mine.