Der Bau der Boote

Die Handels-U-Boote zu bauen war zwar einfacher, als der Bau von Kampf-U-Booten, da jegliche Bewaffnung fehlte. Dennoch wurde die Werft vor neue Aufgaben gestellt. Man stand unter einem starken Termindruck. Unklar war, ob die Tiefensteuereigenschaften bei so einem großen, und vor allem breiten Boot ausreichen würde. Ferner versuchte man, möglichst viele Aggregate anderer Boote zu verwenden. So waren die Dieselmotoren ursprünglich für Großkampfschiffe als Generatormotoren vorgesehen. Sie waren nicht umsteuerbar, was bedeutete, das nur mit den E-Maschinen Rückwärts gefahren werden konnte. Für ein Handels-U-Boot wurde das aber als ausreichend angesehen. Die Tiefensteueranlage wurde von den Ms-Booten übernommen.

Über dem Akkuraum konnte ein festes Deck eingebaut werden. So war es erstmalig möglich, unter diesem Deck fahrbare Wartungswagen zu installieren. Dadurch war der Ein- und Ausbau sowie die Wartung der Akkumulatoren wesentlich vereinfacht worden.

Eine besondere Aufgabe war es, die Rohgummiladung außerhalb des Druckkörpers zu verstauen. Das war möglich, da Rohgummi nur ein spez. Gewicht von 0,94 hat. Dadurch bekamen die Boote eine so große Breite.

Um wirklich alle Zweifel aus dem Weg zu räumen, das es sich hierbei um reine Handelsschiffe handelte, wurden der “Germanische Lloyd”, die Seeberufsgenossenschaft und andere zuständige Behörden in üblicher Weise hinzugezogen.